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Tag Archives: Journaille

Dass gerade „etwas mit Fußball“ sein muss, bemerkt man jedes Mal, wenn man als Vorübergehender an einem Fernseher vorbeikommt und dort sehen kann, dass mit technisch brillanter Ultra-Zeitlupe gezeigt wird, wie Männer lauthals und mit geballten Fäusten in die Welt brüllen. Ja, diese Zeitlupe ist eine Lupe, und sie wird von den Medienschaffenden auf das gerichtet, was für das Wesentliche gehalten wird und deshalb vom erzwungenen Blick der Zuschauer auch ja genau betrachtet werden soll, damit es wirke. In dieser Lupe vergrößert sich der wahre Kern des barbarischen Ballspektakels, und er verdeutlicht sich auf diesem Wege. Sollte dabei noch etwas unklar bleiben, so sorgt…

Bildzeitungs-Schlagzeile: Dein Messi kriegt heute auf die Fressi

…das andere, weniger bewegte und doch blutrote Bild für die letzte Einsicht in das Wesen des Sports (und des so „unverkrampften“ Umganges mit den Farben der Flagge der Bundesrepublik Deutschland).

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Zitat Zeit online:

[…] Denn die Steuerzahler haben mittlerweile gemerkt, dass sie die gesamten Zeche für die WM-Party zahlen, während sich die Fifa […]

Falsch! Die Steuerzahler merken gar nix, die tröten und brüllen und saufen und brüllen und tröten in schwarz-rot-doofer Beflaggung und Bemalung vor ihren flackernden Volksempfängern, während sie von vorne bis hinten enteignet und verarscht werden. Schland, Schland, hirnverbrannt… und Deutschland geht dem enthirnten Mob, recht betrachtet, nur noch am Allerwertesten vorbei.

Dank an T. für den Hinweis

Screenshot aus Google News, Ressort Sport

Was eint ZDF, Neue Zürcher Zeitung, n-tv, Focus, Deutsche Welle, FAZ, Welt, Zeit, RP, Frankfurter Rundschau und die ganzen anderen Auswürfe des Journalismus-Betriebes im Internet? Dass sie unter Journalismus verstehen, in der Hast einer zum Selbstzweck gewordenen Aktualität möglichst unreflektierte Meldungen mitten ins Spiel zu bringen, als ob jemand, der sich für den Spielverlauf interessiert, nicht eher die Glotze einschalten oder einen der vielen speziellen „Live-Ticker“ benutzen würde, die übrigens auf den gleichen Internet-Präsenzen dieser Presseprodukte angeboten werden.

Aber auf der unentwegten Jagd der Contentindustrie nach Klicks (die mit dem Reklamevermarktern abgerechnet werden) ist eben jedes Mittel recht. Nur nicht Reflexion und Sorgfalt in der Berichterstattung. Der Ball ist nur ein Köder fürs Klickvieh.

Und das. Gibt einen Eindruck in die Zweckbestimmung der sonstigen „Nachrichten“ in diese Produkte.

Hahaha! Das ist ja so „lustig“, „Spiegel Online“, dass du jetzt auf die tolle Idee gekommen bist, das „O“ von „Online“ auf deiner Website…

Titel: Spiegel Online (Politik)

…durch einen Ball zu ersetzen. Auf solche „lustigen“ Ideen kommt sonst nur die Bildzeitung. Ich finde das ja derart heiter und gelungen, du, „Spiegel Online“, da fehlen mir wirklich die Worte, um es zu beschreiben. Ohne deine heiteren Ideen könnte man diese größte kommerzielle Sportveranstaltung der Welt durch glatt mal für ein paar Sekunden vergessen, und dann erinnerst du einen wieder daran. Und so „lustig“. Also echt, „Spiegel“, du bist so dermaßen großartig in solchen Dingen, dass ich dich fast mit der Bunten oder einen anderen furzbeliebigen Arsch- und Tittenblatt verwechselt hätte.