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Monthly Archives: Mai 2010

Es gibt ja keine Neger mehr. Jedenfalls wird dieses Wort nicht mehr gesagt, denn es gilt inzwischen als verwerflich, solche Wörter zu benutzen — und während so die Sprache von Ausdrücken gesäubert wird, kann man sich einreden, dass die Menschen einander mit größerem Respekt begegnen. In Wirklichkeit wird nur das nächste Wort zum Ausdruck des Schimpfes gemünzt, und die dumpfen Idioten verachten alles andere wie gehabt. Aber Neger, die gibt es nicht mehr. Nicht in der Sprache.

Dass es keine Neger mehr geben darf, war ja ein gewisses Problem für die Firma „Dickmanns“, deren Negerküsse plötzlich neben aufgeschäumtem Gelantinezucker, Waffel und einem dünnen Überzug Schokolade den Beigeschmack von Rassismus bekamen. Darauf hat die Firma „Dickmanns“ schnell reagiert und ein Wort gewählt, das den Sprachwäschern besser entgegen kommt; die Bezeichnung „Schokoküsse“ ziert jetzt schon so lange die Packungen, dass eine ganze Generation das einst so gebräuchliche Wort nicht mehr kennt. Die „Neger“ werden von den Idioten dieser Generation jetzt „Bimbo“ genannt. Ein totaler Enderfolg der political correctness, und der Fraß in der Packung ist so ungesund wie schon immer.

Aber „Dickmann“ möchte jetzt auch auf den Zug der FIFA-Männer-Geldmeisterschaft aufspringen, und deshalb wird jetzt für ein paar Wochen ein neues Wort auf die Papppackungen mit dem Drecksfraß gestempelt: „Deutschlandküsse“. Ob das Wort „Deutschland“ wohl auch bald als „politisch unerwünscht“ durchgehen wird? :mrgreen:

Eigentlich habe ich ja gedacht, dass diese „Blogbuttons“, diese kleinen Grafiken im Format 80×15, inzwischen so richtig „out“ sind. Aber nachdem ich danach gefragt wurde, ist hier der „offizielle Blogbutton“ zur Aktion fertig geworden. Er zeigt einen defäkierenden Hund, die Spitze eines Hundehäufchens mit einem Fähnchen darin und die Abkurzung „MDDS“, ist in den Farben schwarz, rot und gelb gehalten, und er sieht so aus:

MDDS-Blogbutton

Die GIF-Grafik ist nur 904 Bytes groß, was auch für schmalbandige Zugänge keine besondere Belastung darstellt. Natürlich kann der Button beliebig verwendet werden, er ist unter Piratenlizenz lizenziert (man darf mich also nicht dafür verklagen…), wegen der außerordentlich geringen Dateigröße kann er aber auch gern aus Bequemlichkeit direkt von hier verlinkt werden, indem der folgende Code eingebettet wird:

<a href="https://machdeutschdiescheisse.wordpress.com/&quot; title="Mach Deutsch die Schei&szlig;e"><img src="https://machdeutschdiescheisse.files.wordpress.com/2010/05/mdds.gif&quot; width="80" height="15" alt="Mach Deutsch die Schei&szlig;e" /></a>

Es ist jedoch den Betreibern von wordpress.com gegenüber freundlicher, wenn die Grafik heruntergeladen (im Kontextmenü des Links so etwas wie „Link speichern unter…“ auswählen) und lokal benutzt wird.

Zugegeben, es stimmt: Ganz so leicht sind die kleinen Fähnchen zur feierlichen deutschen Dekoration der Hundehäufchen gar nicht zu bekommen, wie wir es im ersten Überschwang dieser Idee gesagt haben. Es gibt zwar relativ häufig Beutel mit allerhand buntem Fahnengemisch, aber darunter befinden sich leider nur wenige Fähnchen in schwarz-rot-gold, so dass wohl viele Hundehaufen undekoriert bleiben, wenn dies die einzige Quelle bleibt.

Doch eine Lösung des Problemes der Flaggenversorgung ist in Sicht: Mach es dir selbst!

Dafür werden folgende Dinge benötigt:

  1. Ein Computer (darauf wird wohl gerade diese Website angezeigt)
  2. Ein Farbdrucker (ist ja schon an vielen Computern angeschlossen)
  3. Etwas Papier (liegt meist im Farbdrucker herum)
  4. Eine Schere (es geht natürlich auch eine Schneidemaschine)
  5. Einen Klebestift (gibt es preiswert in Ramschläden)
  6. Jede Menge Zahnstocher (ein ebenfalls preiswerter Pfennigartikel)
  7. Eine Bastelvorlage (gibt es hier kostenlos zum Download)

Huch, habe ich eben „Pfennig“ gesagt. Da sieht man mal, wie schnell alles deutsch wird. 😉

Zunächst zum Download. Die Bastelvorlage ist ein PDF, das es leicht macht, kleine Bastelvorlagen für Fähnchen auszuschneiden. Es ist direkt druckbar und sieht (verkleinert) so aus:

Vorschaubild des Bastelbogens

Download: Der Bastelbogen als PDF-Dokument

Anleitung:

  1. Für jeweils 15 Fähnchen einen Bastelbogen ausdrucken.
  2. Die Fähnchen mit der Schere — oder besser: mit einer Schneidemaschine — an den eingezeichneten Linien ausschneiden.
  3. Die Rückseiten mit dem Klebestift einstreichen. Dabei nicht sparsam sein, damit die Fähnchen nicht schon beim ersten Wind auseinanderfallen. Das sind schließlich deutsche Fähnchen!
  4. Die Fähnchen jeweils um einen Zahnstocher wickeln.
  5. Fertig. Und jetzt rausgehen und die Fähnchen in die Hundehaufen stecken. Das macht in kleinen Gruppen am meisten Spaß. Und bitte ein paar Fotos machen und in der Flickr-Gruppe hinzufügen, damit es ein unvergessener Sommer bleibt.

Der Sommeralbtraum Das Sommermärchen kann kommen. Viel Spaß damit!

Endlich gibt es die richtige Hundekleidung für jene Hunde, in deren Häuflein ein Fähnchen gesteckt werden sollte:

Ein Trikot für Hunde

Und es gibt noch viel mehr Produkte für den Freund des gepflegten Brülltones zum Ball im Rundfunk. Wie diese Produkte etwa beim Billig-Klöttenramscher „kik“ ausschauen, schaut man sich am besten bei „Wut!“ an

Am na­tio­na­lis­ti­schen Hype rund um die Män­ner-​Fuß­ball-​Welt­meis­ter­schaft 2010 be­tei­li­gen sich auch die Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker der „Band­brei­te“, die ein schwarz-​rot-​gol­de­nes Lied her­aus­ge­bracht haben, in dem Deutsch­land ge­hul­digt wird. Das Lied nennt sich „Welt­meis­ter (Ja watt denn)“ und ist eine Ode an den deut­schen Ju­bel-​Na­tio­na­lis­mus, der für den Som­mer 2010 her­bei­ge­sehnt wird: „Die Stim­mung steigt, das Bier ist knapp, schon geht mir einer auf den Sack“ […]

Mit dem Na­tio­na­lis­mus, den die heu­ti­ge deut­sche Ge­sell­schaft her­vor­bringt und mit deren ras­sis­ti­schen Aus­gren­zungs­me­cha­nis­men hat „Die Band­brei­te“ in jedem Fall kein Pro­blem. Statt­des­sen diese schwarz-​rot-​gol­de­nen Orgie der „Band­brei­te“, in dem es darum geht, dass die Deut­schen Deutsch­land fei­ern sol­len. Neben die­ser Sehn­sucht nach der Fei­er-​Volks­ge­mein­schaft be­sticht der Track der „Band­brei­te“ durch die Ab­nei­gung gegen die Men­schen, die diese Feie­rei nicht mit­ma­chen wol­len. Gegen „das ewige Ge­heu­le“ der „Pes­si­mis­ten“. Es klingt wie eine Dro­hung wenn die Band tex­tet: „Wir las­sen uns von kei­nem die Stim­mung mehr ver­sau­en“.

Weiterlesen — Reflexion: WM-Nationalismus

Wer ganz heiß darauf ist, der FIFA noch persönlich etwas Geld in den Allerwertesten zu blasen — ja, dieser FIFA, die es einem sogar verbieten will, im öffentlichen Raum (also in einer Kneipe oder mit einem mobilen Gerät auf der Straße) die Spiele der Geldmeisterschaft zu glotzen — der erhält mit dem Spiel FIFA Fußball Weltmeisterschaft 2010 Südafrika (Deppen Leer Zeichen nicht von mir) von Electronic Arts eine Gelegenheit hierzu. Die müssen ganz ordentlich dafür gezahlt haben, dass sie ihr virtuelles Balltreten mit einem geschützten Markenzeichen der FIFA anpreisen können, und das zahlt der Käufer natürlich mit.

Es ist wirklich vorhersehbar und alle zwei Jahre (nicht zur Fußball-WM, sondern auch zu den „olympischen“ Dopingspielen) die gleiche idiotische Masche. Was brauchen wir denn unbedingt in diesem befußballten Sommer, so nach Meinung der Werber? Na, da kommt man ja gar nicht drauf:

Weltmeister-Rabatt

Richtig, wir brauchen neue Fernseher! Damit wir es besser beglotzen können, damit es mitreißender ist, damit unsere verkümmerten Waden noch ein bisschen stärker erzittern, wenn wir aufgeregt zur sich überschlagenen Stimme des Faselheinis in der Glotze nach der Bierkanne grabschen, nachdem der Flimmerball an die Latte gekracht ist.

Man beachte übrigens, wie „elegant“ der Werber hier die Erwähnung der FIFA-Fußballweltmeisterschaft vermieden hat und doch klar macht, worum es ihn geht. Denn um die FIFA-WM erwähnen zu dürfen, muss man ordentlich Geld bei der FIFA ablegen — und dieses Geld wird dann über die Produktpreise an den alles fressenden Verbraucher im Tschlannd-Rausch weitergegeben. Daran sollte bei direkt beballerter Werbung immer gedacht werden. Und zwar, bevor man den Scheiß kauft.