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„Ein Baum, ein Strick, ein Judengenick“ — so kann das Gebrüll von Fans klingen, die ihre persönliche Verantwortung an den Gruppenprozess des kollektiven und angesoffenen Brüllens zu irgendwelchem Ballgetrete abgeben. Dieser Ausruf wurde — neben etlichen anderen, nicht minder menschenverachtenden Worten — beim Bezirksklassespiel SV Mügeln-Ablaß gegen Roter Stern Leipzig gehört.

Als die Mannschaft vom Roten Stern Leipzig nach achtzig Minuten den Platz verließ, wurde ihr vom Stadiosprecher über eine Lautsprecheransage „Feigheit“ vorgeworfen. Denn

[…] man müsse über so etwas hinweg schauen. Oliver Kahn wäre schließlich auch mit Bananen beworfen worden und hätte darüber nur gelacht.

Bitte auch an diesen Alltag des Fußballs denken, wenn zur kommenden Geldmeisterschaft werbend und dreist von der völkerverbindenen Schönheit des Sports und friedlich feiernden Fans gesprochen wird.

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